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Sonja Lorenz

Dipl. Psychologin &

Systemischer Coach

 

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Wie Sie Ihr nächtliches Gedankenkarussell stoppen

 

Reise ins Land der Träume

Es gab Zeiten, da lagen neben meinem Bett Block und Stift. Ich schlief schlecht und sobald ich aufwachte gingen mit tausend Dinge durch den Kopf. Das Gedanken-Karussell lief Runde um Runde ließ sich für mich kaum anhalten. Heute weiß ich, wie ich es hätte stoppen können.

  

Damals war ich beruflich sehr eingespannt. Tags arbeitete ich To-do-Listen ab, nachts schien mein Unterbewusstsein damit nicht aufhören zu wollen. Wichtiges, das ich am nächsten Tag auf keinen Fall vergessen durfte, schrieb ich nachts auf. Das hilft vielleicht zur eigenen Beruhigung, die Dinge kurz aus dem Kopf zu bekommen. Aber Abschalten geht anders. Nur wie? 

 

Zum einen: Wenn Ihnen die Zeilen oben bekannt vorkommen, geht es vermutlich nicht nur um eine Erste-Hilfe-Maßnahme zum nächtlichen Gedankenstopp. Vielmehr sollten Sie dann schauen, wie Sie insgesamt zu mehr Entspannung und Balance in Ihrem Leben kommen können.

 

Wenn es aber darum geht, das Gedanken-Karussell zum Stehen zu bringen, ohne dabei rosa Elefanten oder unzählige Schafe mitfahren zu lassen – was hilft? Gedankenstopp ist schon mal ein guter Gedanke. Haben Sie das probiert? Einfach nicht mehr an die To-do-Listen denken? Das ist ungefähr so gut möglich, wie nicht an einen rosa Elefanten zu denken. Uuund – klappt prima, oder?! Auch wenn rosa Elefanten durchaus netter sind als To-do-Listen, ist das wohl kaum die Lösung.

 

Denken Sie stattdessen an eine ganz persönliche Gute-Nacht-Geschichte. Mit oder ohne rosa Elefanten. Aber: Immer die gleiche Geschichte. Ihre eigene Fantasiereise ins Land der Träume. Denken Sie an etwas, das mit Ihrem Alltag nichts zu tun hat, das Sie entspannt und bringen Sie Ihren Gedanken bei, dass nichts Aufregendes passiert. Lassen Sie sich langsam auf dieser Fantasiereise ins Schlummerland treiben.

 

Denken Sie sich zum Beispiel in eine Weltreise hinein. Suchen Sie sich eine Fantasiereise aus, die Sie – bei Bedarf – über die nächsten Wochen, Monate, Jahre begleiten kann. Sie beginnt dabei immer gleich. Abhängig davon, wann Sie einschlafen und wie weit und lang Sie reisen, können Sie Ihre Geschichte aber immer weiter ausschmücken. Irgendwann wissen Sie vielleicht, wer nach dem Zwischenstopp in Neuseeland im Flugzeug neben Ihnen sitzt, oder wie sich der Sand unter Ihren Füßen auf Madeira anfühlt. Wenn allerdings die tatsächliche Urlaubsplanung auf Ihrer realen To-do-Liste steht oder Sie aus anderen Gründen beim Gedanken an Urlaub schon einen höheren Puls entwickeln, dann suchen Sie sich eine andere Geschichte.

 

 

Richten Sie Ihr Traumhaus ein an Ihrem Traumort. Immer wieder aufs Neue und immer wieder ein Stückchen weiter, wenn Ihnen Ihr wohlverdienter Schlaf nicht auf Anhieb vergönnt ist und Ihre Gedanken Sie wachhalten. Beginnen Sie Ihre Fantasiereise immer gleich. So gewöhnen Sie Ihr Gedächtnis daran, dass jetzt offenbar wieder Schlafenszeit ist. Der Anfang darf irgendwann ruhig langweilig werden. Das ist Teil des Rituals. Nur wenn es mal wieder länger dauert – schmücken Sie die Reise immer weiter aus mit kleinen Details. Welche Kaffeetassen stehen im linken oberen Küchenschrank? Was sehen Sie beim Blick aus dem Wohnzimmerfenster? Welches Muster hat die Tapete im Flur? Und wo steht überhaupt Ihr Traumhaus? Reisen Sie ins Land Ihrer Träume. Vielleicht ein Land ohne To-do-Listen und Schreibunterlagen neben dem Bett.