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Sonja Lorenz

Dipl. Psychologin &

Systemischer Coach

 

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Eigenbestimmtes Innehalten

 

 

Abwarten, Tee trinken und das Leben in die eigene Hand nehmen

Eine Erkältung hatte mich erwischt. Ich kann mich kaum erinnern, wann ich mich das letzte Mal so krank gefühlt habe. Eigentlich ja schön - also dass ich nicht jede Erkältungswelle mitnehme. Zumal es Phasen in meinem Leben gab, da hatte ich alle paar Wochen mit Halsschmerzen und Co. Probleme. Ich glaube ja, dass das eigene Wohlbefinden sich auch auf’s körperliche auswirkt, positiv wie negativ. Die gute Nachricht ist: Jeder hat das selbst in der Hand. 

Was natürlich auch die schlechte, weil unbequeme, Nachricht sein kann. Denn leider greifen nach wie vor viele Menschen bei körperlichen und auch seelischen Beschwerden lieber zu Tabletten, als mit gesünderem Lebenswandel dafür zu sorgen, dass diese möglichst gar nicht erst auftauchen, oder sich Schritt für Schritt wieder verabschieden. 

Meine Erkältung hat mich auch in die Apotheke und zu pflanzlichen Präparaten geführt. Aber auch zu Ruhe und nach ein paar Tagen zu Spaziergängen an der frischen Luft. Obst, Gemüse, Ingwertee und Co. sind für mich ohnehin fast alltäglich. Ich habe versucht, achtsam zu schauen, was mein Körper jetzt braucht.

 

Ich finde es wichtig, Eigenverantwortung zu übernehmen, für sich, das eigene Leben und Wohlbefinden. Mit Ernährung, Bewegung und Entspannung. Mit guter Schlafhygiene und einem gesunden Tagesrhythmus. Mit sozialen Aktivitäten und Zeit für sich. Alle diese Dinge sind nicht kompliziert. Sie kosten nicht unbedingt mehr Zeit oder Geld. Sie brauchen aber manchmal ein Umdenken. Und manchmal auch die Entscheidung, was im Leben einem wichtig ist.

 

Es gab Phasen in meinem Leben, da habe ich gearbeitet. Quasi nur noch gearbeitet, 14 Stunden Tage waren da eher die Regel als die Ausnahme, plus Wochenenden. Ich habe das selbstbestimmt und gerne getan, zumindest zwei drei Jahre lang. Ich habe den Job geliebt. Bewegung, Entspannung, gesunde Ernährung, guter Schlaf? Pustekuchen. Das war mir damals auch nicht wichtig. Darüber habe ich mir kaum Gedanken gemacht. Wann auch? Könnte man meinen. Aber selbst wenn ich mir die Gedanken gemacht hätte, ich hätte damals nichts ändern wollen. Zum Problem wurde das erst, als Probleme auftauchten. Als es mir nicht mehr so gut damit ging. Das alles ließ sich nicht von einem Tag auf den nächsten ändern. Dazu waren viele Schritte notwendig, kleine und größere, im Außen und „in mir“.

 

Gelernt habe ich daraus, dass es hilfreich ist, immer mal gedanklich einen Schritt zurück zu treten und sich zu fragen, ob man das Leben lebt, was man möchte. Und dann ggf. zu schauen, was man kurz-, mittel- und langfristig ändern möchte und wie man es umsetzen kann. Und das macht man am besten, bevor Körper oder Seele Auszeiten verordnen und zum Innehalten bringen.