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Sonja Lorenz

Dipl. Psychologin &

Systemischer Coach

 

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So gelingt die Bewerbung

Foto: andrew-neel-unsplash

 

Die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz läuft auf Hochtouren, wenn die Ferien in allen Bundesländern langsam enden. In großen Unternehmen werden Ausbildungsplätze teilweise zwei bis drei Jahre im Voraus vergeben. Kleinere Betriebe und Mittelständler suchen meist ein Jahr im Voraus. Wer einen begehrten Ausbildungsplatz ergattern oder auf Nummer sicher gehen will, sollte sich also frühzeitig im Unternehmen seiner Wahl erkundigen und bewerben. Da immer häufiger Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben mangels allzu vieler Interessenten, können Schulabgänger mit etwas Glück auch kurzfristig noch mit einer Ausbildung ins Berufsleben starten. Was also ist wichtig bei einer Bewerbung? 

Bewerben heißt, Werbung für sich machen und den Arbeitgeber ein Stück weit umwerben. Für Schüler und auch alle weitere Arbeitsuchenden gebe ich an dieser Stelle ein paar Tipps für aussagekräftige Bewerbungen und zielführendes Verhalten in Vorstellungsgesprächen. Damit es mit dem beruflichen Einstieg klappt – sei es mit einer Ausbildung, einem Jobwechsel oder dem Wiedereinstieg ins Berufsleben.  

 

Vorweg eine gute oder auch weniger gute Nachricht. Aus meiner Sicht gibt es nicht „die“ eine Bewerbung. Und damit auch nicht „die“ immer und von allen zu beachtenden Regeln für das Schreiben einer Bewerbung. Ausnahmen können diese Regeln bestätigen. Wichtig ist, dass die Bewerbung zum Bewerber passt sowie zu dem Unternehmen / der Organisation und der Stelle, um die es geht. Hier kommen erst einmal Tipps, Infos und Orientierungspunkte

 

  • Nutzen Sie in allen Dokumenten die gleiche Schriftart und – von Überschriften abgesehen – die gleiche Schriftgröße, bspw. Arial Punkt 11. Ein einheitliches Bild wirkt ordentlich. 
  • Es sollte eine wenig verspielte Schrift sein, keine Schreibschrift, kein Comic-Style.
  • Blocksatz mit automatischer Silbentrennung bietet sich insbesondere für das Anschreiben an.
  • Die Bewerbung sollte gelocht und abgeheftet noch gut lesbar sein. Der linke Seitenrand sollte daher mindestens 2,5 cm betragen, die weiteren 2 cm.
  • Genauere Informationen zu Formatierungen gibt es auch mit der DIN Norm 5008 (beachtenswert ist dies insbesondere bei Bewerbungen im kaufmännischen oder juristischen Bereich)
  • Zu vermeiden: Abkürzungen, Seitenzahlen
  • Schreibweise für Telefonnummern: Vorwahl    Leerzeichen    Rufnummer
  • Lassen Sie die Bewerbung Korrektur lesen. Wenn Sie die Bewerbung heute schreiben, schicken Sie sie frühestens morgen ab. Schlafen Sie eine Nacht darüber, lesen Sie alles noch einmal in Ruhe und korrigieren Sie bei Bedarf Fehler oder Formulierungen. Dabei darf man ruhig wie ein Leseanfänger Buchstabe für Buchstabe und Wort für Wort lesen. Denn man neigt dazu, mit den eigenen Unterlagen irgendwann „betriebsblind“ zu werden und über Flüchtigkeitsfehler einfach hinweg zu lesen. 

 

Was gehört aber nun alles in eine Bewerbung?

 

  • Ein Anschreiben, maximal eine Seite sollte es lang sein.
  • Ein Lebenslauf, maximal zwei Seiten sollte dieser füllen.
  • Zeugnisse und Zertifikate
  • Ein Deckblatt? Kann man machen, muss man nicht. 

Wer ein Deckblatt verwendet, sollte darauf den eigenen Namen vermerken, ein Bewerbungsbild, die Stelle, auf die man sich bewirbt und den Namen des Arbeitgebers. Zusätzlich können die eigenen Kontaktdaten aufgeführt werden und die des Arbeitgebers. Und da das Deckblatt – wie der Name es schon sagt – dem Anschreiben und Lebenslauf voran gestellt wird, können hier auch schon die Haupt-Qualifikationen aufgelistet werden. Frei nach dem Motto: 

 

Ich biete Ihnen:

  1. erstens
  2. zweitens
  3. drittens

 

 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte? Auch wenn Sie in Ihrer Bewerbung kein Foto mehr mitschicken müssten – es ist noch immer üblich und empfehlenswert, ein professionelles Bewerbungsbild zu verwenden. Investieren Sie hier lieber ein paar Euro und vertrauen Sie weder auf Ihre Handykamera noch dem fotografischen Talent gut gemeint unterstützender Familienmitglieder und auch nicht auf allzu kreative Einfälle vor der Wohnzimmer-Schrankwand. Personalverantwortliche sichten in der Regel eine Vielzahl an Bewerbungen und sehen sehr schnell, wer auch mit dem Foto im professionellen Sinn Werbung für sich macht. 

 

Die Kleidung auf dem Foto sollte dem Anlass entsprechend formell sein, aber auch passend zur Stelle, auf die Sie sich bewerben. Weitere Möglichkeiten: Lassen Sie verschiedene Fotos erstellen, farbig und schwarz-weiß, mit Krawatte und ohne, mit Blazer / Sakko und ohne etc. Dann können Sie je nach Stelle und Arbeitgeber das passende Foto nutzen – mal etwas legerer, mal etwas konservativer. 

 

 

 

Wie geht es weiter? In den nächsten Blog-Artikeln gebe ich weitere Tipps zum Anschreiben und Lebenslauf, zum Versand der Unterlagen und Verhalten in Vorstellungsgesprächen.